Landwirtschaftsprojekt bei Mapilinga stärkt lokale Familien

11. März 2026 • 321 Wörter • 2 Minuten
David Schellhaas


Bild des neuen Traktors
Brother Eli mit dem neuen Traktor

Bild der des Pfluges und der Zugrinder
Der bisherige 'Traktor'

Obwohl es eine Grundschule und einige grundlegende Einrichtungen gibt, sind die Lebensbedingungen vieler Familien schwierig: Einkommen sind niedrig, Infrastruktur ist begrenzt und der Zugang zu sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung und sicheren Arbeitsmöglichkeiten ist oft eingeschränkt.

Um die Situation zu verbessern, hat Br. Eli vom Bugando Hospital eine etwa 10 Hektar große Fläche zur Verfügung gestellt bekommen, auf der Lebensmittel angebaut werden. Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern aus der Umgebung von Mapilinga wird das Land bewirtschaftet. Die Feldarbeiter erhalten dabei einen überdurchschnittlichen Lohn von 5.000 Tansania-Schilling pro Tag (ca. 2 €) – fast doppelt so viel wie das übliche Einkommen für landwirtschaftliche Arbeit in der Region. Möglich ist das, weil das Projekt nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, sondern sich lediglich selbst tragen soll.

Viele Menschen vor Ort können nicht einfach selbst Landwirtschaft betreiben, um Geld zu verdienen. Ihnen fehlt das Startkapital für Saatgut, Werkzeuge oder die Zeit, Felder zu bewirtschaften, während sie gleichzeitig für das tägliche Einkommen sorgen müssen. Oft reicht das vorhandene Geld gerade aus, um Saatgut für die eigene Ernährung im nächsten Jahr zu kaufen. Br. Elis Ansatz setzt genau hier an: Die Feldarbeiter sollen durch den fairen Lohn und praktische Erfahrung Schritt für Schritt in die Lage kommen, später selbst genug anzubauen und zu verkaufen, um unabhängig vom Projekt zu werden.

Unser Verein unterstützt das Vorhaben, indem wir Saatgut und Löhne zunächst über einen Kredit vorfinanzieren, bis die Ernte verkauft werden kann. Die Rückzahlungen fließen anschließend wieder in die Unterstützung der Feldarbeiter sowie in das Wasserprojekt in Ibondo.

Um die Arbeit auf den Feldern zu erleichtern, haben wir Br. Eli gemeinsam mit weiteren Spenderinnen und Spendern außerdem bei der Anschaffung eines Traktors unterstützt. Dadurch kann das Land heute deutlich effizienter bewirtschaftet werden – und man ist nicht mehr auf die oft unberechenbare Arbeit mit Zugrindern angewiesen.

Das Projekt zeigt, wie nachhaltige Unterstützung vor Ort Menschen helfen kann, langfristig eigene Perspektiven aufzubauen.